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Der wissenschaftliche Schreibstil: Charakteristik

Sie wissen wahrscheinlich, dass Sie einen wissenschaftlichen Schreibstil verwenden müssen, um eine Bachelor– oder Masterarbeit zu schreiben. Warum es immer viele Schwierigkeiten verursacht, obwohl dieser Stil eigentlich durch Einfachheit und Klarheit der Aussagen gekennzeichnet ist?

Ziel des wissenschaftlichen Schreibstils ist es, dem Leser die Bedeutung von komplexen wissenschaftlichen Begriffen zu erklären. Die direkte Reihenfolge der Wörter in einem Satz und das Fehlen von Kunstgriffen sind die Hauptmerkmale des akademischen Schreibens.

7 Tipps für wissenschaftlichen Schreibstil

Jeder Student ist schon einmal auf Schwierigkeiten beim Erreichen wissenschaftlichen Schreibstil gestoßen. Wir lesen oft Belletristik, Artikel in Zeitungen und Zeitschriften. Wir wissen, wie die Struktur eines Aufsatzes sein sollte, aber wenn es um den wissenschaftlichen Schreibstil geht, wissen viele Studenten nicht, womit sie anfangen sollen. In der Tat ist alles viel einfacher, als es scheint.

Wir haben 7 Tipps für Sie vorbereitet, damit Sie mehr über die Besonderheiten des wissenschaftlichen Schreibstils erfahren.

In die Kürze liegt die Würze

Dies ist die wichtigste Regel des wissenschaftlichen Schreibstils. Wissenschaftliche Begriffe sind nicht immer leicht zu verstehen. Ihre Aufgabe ist es, diese für den Leser verständlich zu machen, auch für diejenigen, die sich in dem Fachgebiet nicht auskennen.

Verwenden Sie keine übermäßig langen Sätze, die das Verständnis des Themas nur erschweren. In der Wissenschaft kann man bestimmte Phänomene bestätigen oder widerlegen. Nicht mehr und nicht weniger. Dafür ist ein wissenschaftlicher Schreibstil gedacht. Wenn Sie zu lange und komplexe Sätze verwenden, ist das ein erstes Zeichen dafür, dass Sie das gewählte Thema nicht verstehen.

Die Formulierungen im wissenschaftlichen Schreibstil sollten klar und einfach sein. Jeder Satz sollte eine Aussage enthalten. Es ist besser, alle unnötigen Wörter zu entfernen. Manchmal füllt man den Text nicht mit unnötigen Informationen, nur um eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu erreichen. Dies ist inakzeptabel.

Bleiben Sie objektiv

Denken Sie daran, dass Sie keinen Sachaufsatz oder Artikel schreiben. In einer wissenschaftlichen Arbeit sollten Sie nicht Ihre positive oder negative Einstellung zum Forschungsgegenstand zeigen und beschreiben. Ja, Sie müssen die Ergebnisse Ihrer Forschung präsentieren, aber Ihre Identität muss im Dunkeln bleiben.

Der wissenschaftliche Schreibstil akzeptiert nicht die Verwendung einer großen Anzahl von Einschubwörtern oder Konstruktionen. Auch die Verwendung von Sprichwörtern oder Redewendungen ist unangebracht.

Wissenschaftliches Schreiben zeichnet sich nicht durch die Verwendung von Epitheta aus: “hervorragender Autor”, “schönes Buch”, etc. Dies ist ein künstlerischer Stil. In der akademischen Forschung ist es notwendig, sich streng an den wissenschaftlichen Schreibstil zu halten.

Sie müssen verstehen, worüber Sie schreiben

Es kann auf den ersten Blick seltsam klingen, aber es ist tatsächlich ein Problem für viele Studenten. Um schlauer zu erscheinen, verwenden manche eine Menge Fremdwörter oder komplexe Begriffe, deren Bedeutung sie selbst nicht ganz verstehen. Natürlich erlaubt der wissenschaftliche Schreibstil die Verwendung solcher Lexik, aber nur in begrenzter Anzahl und nur solche, bei denen man sich der Bedeutung sicher ist.

Der Zweck Ihrer Forschungsarbeit ist es, zu zeigen, wie Sie sich in einem bestimmten Thema orientieren, und nicht, wie viele kluge Wörter Sie kennen. Schreiben Sie in einfacher Sprache, aber machen Sie es gut.

Schreiben Sie so, dass der Leser wach bleibt

Der wissenschaftliche Schreibstil wirkt sehr oft langweilig und uninteressant. Aber nur, wenn Sie nicht wissen, wie man es benutzt. Wissenschaftliches Schreiben kann so verfasst werden, dass es ansprechend zu lesen ist.

Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, den Nominalstil zu benutzen, der durch die Verwendung von Substantiven anstelle von Verben gekennzeichnet ist. Ja, der wissenschaftliche Schreibstil hat diese Eigenschaft, aber alles muss in Maßen sein.

Lesen Sie einen Satz immer wieder. Wenn es schwierig ist, seinen Sinn beim ersten Mal zu verstehen, ist es besser, Verben zu verwenden.

Bleiben Sie logisch

Brauchen Sie keine Wörter, die nicht kompatibel sind. Und Sie müssen keine neuen Ausdrücke erfinden. Sie sollten zum Beispiel nicht mit jemandem “absolut” übereinstimmen. Es gibt auch keinen Superlativ vom Superlativ. Sie sollten keine eigenen Wörter erfinden, um eine bestimmte Anzahl von Wörtern zu erreichen. Dies ist nur akzeptabel, wenn Sie Philologe sind und den Ursprung und die Eigenschaften von zusammengesetzten Wörtern erforschen.

Konkretisieren Sie

In Ihrer wissenschaftlichen Arbeit müssen Sie sich konkret ausdrücken. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen. Vergleichen Sie zwei Sätze:

Ich mag Blumen. – Ich mag Gänseblümchen.

Der erste Satz gibt uns keine Konkretisierung. Er gilt für praktisch jede Person, während der zweite Satz bereits auf einen konkreten Sachverhalt hinweist.

Beim wissenschaftlichen Schreiben ist es genau dasselbe. Ihre Forschung sollte spezifische Wissen enthalten, nicht allgemein über das Thema informieren.

Der wissenschaftliche Schreibstil akzeptiert nicht die Verwendung von Wörtern wie “wahrscheinlich”, “ungefähr”, “etwa”, “und so weiter”, “und dergleichen”. Sie stören Ihre Recherche zu verstehen und weisen auf Ihre Inkompetenz hin.

Beachten Sie die Zitierregeln

Es ist klar, dass Ihre Forschungsarbeit auf der Forschung von jemand anderem basiert. Sie werden wahrscheinlich Zitate und Verweise auf andere Quellen verwenden. Sie müssen wissen, wie man es richtig macht. Informieren Sie sich gründlich über den Regeln und Arten von Zitaten.

Und vergessen Sie nicht: Der wissenschaftliche Schreibstil ist eine Balance zwischen Zitaten und eigenen Schlussfolgerungen.

Wie Sie sehen können, ist alles nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint. Wir hoffen, dass Sie nun keine Schwierigkeiten mit dem wissenschaftlichen Schreibstil mehr haben werden.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren wissenschaftlichen Bemühungen!