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Promotion in Österreich: Wie funktioniert es?

Promotion in Österreich ist die letzte Phase einer erfolgreich absolvierten Doktorat, die zur Verleihung eines Doktorgrades führt. Es ist ein Nachweis der Befähigung, sich mit einer besonders vertieften wissenschaftlichen Arbeit zu beschäftigen. Eine Grundlage dafür ist die Dissertation und eine Verteidigung, die man als Rigorosum oder Kolloquium bezeichnet.

Promotion ist ein mehrstufiger Prozess mit vielen Besonderheiten und Anforderungen. Was sollte man wissen bevor man sich dafür entscheidet?

Allgemeine aber wichtige Fakten über Promotion

In Österreich ist der Doktortitel der höchste akademische Grad. Um diesen zu bekommen, sollte man nach einem Masterabschluss promovieren.

Es ist aber nicht einzige Voraussetzung. Man muss eine klare Vorstellung darüber haben, in welchem Gebiet man promovieren möchte. Es ist notwendig, ein Thema für zukünftige Dissertation im Voraus auswählen. Es wäre besser, dies während Masterstudiums zu tun. Das Thema sollte für Sie sehr interessant und wichtig sein, da Sie die nächsten drei-fünf Jahre damit verbringen müssen.

Der nächste Schritt besteht darin, um einen Betreuer für die Dissertation zu finden. Achten Sie darauf, dass es viele Studenten, aber weniger Professoren gibt. Deswegen muss man die Zeit nicht vergeuden.

In der Regel schreiben die Promovierende einen kurzen Überblick des Forschungsprojekts in Form eines Exposés und legen dem potenziellen Betreuer vor. Danach können Sie eine Forschung beginnen.

Man soll auch für Promotion eine bestimmte Note nachweisen. Diese Note hängt von jeder Universität an. Die Promovierende bekommen die ansprechenden Informationen vor der Zulassung.

Außerdem muss man darauf achten, dass Promotion nicht kostenlos ist. Man braucht in der Regel mindestens 20 000 Euro. Deswegen müssen Sie im Klaren sein, wie Sie diese Kosten tragen können. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Finanzierung für Promotion zu bekommen, wie Bildungskredite oder Stipendien. In diesem Fall ist es aber jedoch besser, auf sich selbst und eigene Stärke zu verlassen.

Welche Arten von Promotionsabschlüssen gibt es?

Sie können in fast allen Fachbereichen promovieren. Die beliebtesten Gebiete sind:

  • Sozial- und Wirtschaftswissenschaften,
  • Naturwissenschaften,
  • Rechtswissenschaften,
  • technischen Wissenschaften.

Es gibt einen weiteren Doktorgrad, der allen Wissenschaften gemeinsam ist. Mit dem Titel „Doctor of Philosophy (Ph. D)“ werden alle Fächer bezeichnet, nicht nur die Philosophie. Zum Beispiel, Ph. D. in Naturwissenschaften.

In vielen europäischen Ländern berechtigt ein solcher Abschluss dazu, an einer Universität oder Hochschule zu lehren. Aber manchmal erfordert dies zusätzliche Lehrerqualifikationen.

Ist das Spiel die Kerzen wert? Berufsperspektive für die Promovierende

Die Promotion eröffnet immer die neuen Möglichkeiten. Schon die Tatsache, dass Sie einen Doktortitel haben, beschreibt Sie als zielorientierten Menschen, der liebt, was er tut, und sich voll dafür einsetzt. Dies ist ein großer Vorteil für Ihr Berufsleben.

Der Hauptvorteil einer Promotion ist natürlich eine deutliche Gehaltserhöhung. Zum Beispiel, ist das Gehalt der promovierten Juristen 25 % höher, als seiner Kollegen, die keinen Doktortitel haben. Wenn Sie Führungspositionen anstreben, bedenken Sie, dass es in der Regel nur mit Doktortitel möglich ist.

Aber es gibt noch eine andere Seite. Manche Arbeitgeber verlangen von Kandidaten mehr praktische Erfahrung. Promovierende sind oft eher Theoretiker. Außerdem hatten sie keine Zeit, während der Promotion genügend praktische Erfahrung zu sammeln.

Es kommt also darauf an, in welchem Bereich Sie arbeiten wollen. Beachten Sie, dass z. B. Marketing oder Logistik mehr Praktik erfordern.

Wie kann man neben dem Beruf promovieren?

Eine Promotion ist ein komplexes und langfristiges Projekt, das nicht nur berufliche Fähigkeiten erfordert und zur Entwicklung beiträgt, sondern auch eine finanzielle Unterstützung benötigt. Deswegen wählen viele Studierende einen Weg aus, neben dem Beruf zu promovieren. Ohne starkes Engagement und Ausdauer ist es nicht möglich.

Viele Hochschulen bieten eine berufsbegleitende Promotion. Man kann einen Arbeitsplatz direkt an der Hochschule finden. Es ist eine gute Möglichkeit, Berufsleben und Promotion optimal zu verbinden.

Wenn Sie keine Gelegenheit haben, die Zeit an einer Hochschule zu verbringen und das Präsenzstudium mit der Arbeit zu kombinieren, steht das Fernstudium zur Verfügung. Es ist eine Alternative für diejenigen, die Teilzeit nicht arbeiten können.

In jedem Fall müssen Sie sich vor der Promotion über Voraussetzungen und Kosten informieren. Es lohnt sich auch, darüber nachzudenken, ob ein Doktortitel wirklich neue Möglichkeiten eröffnet oder eine Belastung für die nächsten Jahre sein wird.